Drucken

RIP- Respiratorische Induktive Plethysmographie

RIP- Respiratorische Induktive Plethysmographie

RIP- Respiratorische Induktive Plethysmographie

 

RIP – Respiratorische Induktive Plethysmographie

Die Respiratorische Induktive Plethysmographie (RIP)  ist eine (nicht-invasive) Methode zur Überwachung der Ventilation / Atmung.
Elastische Bänder  werden um Thorax und Abdomen gelegt, eine in diese Bänder eingearbeitete Induktionsschleife dient als Sensor, der die Atembewegungen des Thorax und des Abdomens wahrnimmt. Diese Induktionsbänder sind sehr empfindliche Messaufnehmer zur Erfassung von Volumenänderungen in den von ihnen umschlossenen Körperteilen (Thorax und Abdomen).
In der Schlafmedizin findet diese Methode Anwendung zur Messung von Atemvolumen,  Atemfrequenz und der Überwachung von Apnoe, Hypo- und Hyperventilation.
Mit der induktiven Plethysmographie besteht die Möglichkeit, die relativen Volumenänderungen innerhalb des respiratorischen Systems aus den für die Atmung nötigen Bewegungen an der Körperoberfläche abzuleiten. Hierbei dienen die elastischen Gurte als Ganzes als Sensor (in die Bänder eingearbeitete Induktionsschleife).  
Die um Thorax und Abdomen platzierten Induktionsbänder registrieren die Umfangsänderungen der beiden Kompartimente. Während der Inspiration nimmt der Umfang durch das Heben des Brustkorbs und der Ausdehnung der Bauchdecke zu, während bei der Exspiration der Umfang abnimmt. Die Messung der
Umfangsänderung wird durch Aufzeichnung kleiner Änderungen der Spuleninduktion, in den RIP Bändern erreicht.
Technisch wird dies bewerkstelligt, indem die Induktivität der (RIP) Bänder relativ mit dem Umfang des von ihnen umgebenden Körperteils variiert. Die Änderungen der Induktivität werden dann im Interface in ein Analogsignal umgewandelt.
Das Summensignal (SUM) der zwei Einzelkompartimente (Thorax und Abdomen) reflektiert die relative Änderung des Luftvolumens in den Atemwegen. 
Hierbei ist sichergestellt, das unabhängig der Körperlage des Patienten, wodurch es zu einer Zugentlastung eines Teils des Gurtes kommen kann, ein einwandfreies Signal geliefert wird.
Bei Verwendung von auf Piezo Basis bestehenden Sensoren, wie sie in vielen Laboren noch eingesetzt werden, führt eine Zugentlastung des Gurtes zum Ausfall des Signals.
Bei der Respiratorischen Induktiven Plethysmographie ist das Summensignal von Abdomen und Thorax annähernd gleich dem Atemzugvolumen, gemessen mit einem Pneumotachographen.